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Babesiose beim Hund – eine ernstzunehmende Erkrankung auf dem Vormarsch

  • topmoellerj
  • 1. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit


In den vergangenen Jahren beobachten wir in unserer Region eine deutliche Zunahme an Fällen von Babesiose beim Hund. Was früher vor allem als „Reisekrankheit“ galt, ist längst auch hier vor Ort angekommen. Umso wichtiger ist es, gut informiert zu sein und frühzeitig vorzusorgen.


Was sind Babesien?


Babesien sind einzellige Parasiten, die die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) befallen und zerstören. Übertragen werden sie durch Zecken insbesondere durch die sogenannte Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus), die sich in vielen Teilen Deutschlands zunehmend ausbreitet.


Nach einem Zeckenstich gelangen die Erreger in den Blutkreislauf des Hundes und vermehren sich dort. Die Folge ist eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Zerstörung der roten Blutkörperchen, was zu einer sogenannten hämolytischen Anämie führen kann.


Symptome – oft unspezifisch, aber ernst


Die Krankheitsanzeichen können sehr unterschiedlich ausfallen und sind nicht immer sofort eindeutig. Zu den häufigsten Symptomen zählen:


Fieber

Mattigkeit und reduzierte Belastbarkeit

Appetitlosigkeit

Blasse oder gelbliche Schleimhäute

Dunkel verfärbter Urin („Cola-farben“)

In schweren Fällen: Atemnot oder Kreislaufprobleme


Da sich die Symptome anfangs auch schleichend entwickeln können, wird die Erkrankung leider nicht immer sofort erkannt.


Diagnose und Behandlung


Die Diagnose erfolgt in der Regel über eine Blutuntersuchung. Dabei können die Parasiten direkt im Blutausstrich sichtbar gemacht oder mithilfe moderner Labordiagnostik (z. B. PCR) nachgewiesen werden.

Babesie unterm Mikroskop
Babesie unterm Mikroskop

Wird die Babesiose frühzeitig erkannt, bestehen in vielen Fällen gute Behandlungsmöglichkeiten. Dennoch handelt es sich um eine ernstzunehmende Erkrankung, die unbehandelt lebensbedrohlich verlaufen kann.


Zeckenschutz ist kein „Saisonthema“ mehr


Ein besonders wichtiger Punkt: Zecken sind längst nicht mehr nur im Frühjahr und Sommer aktiv. Durch mildere Temperaturen und veränderte Umweltbedingungen finden wir sie mittlerweile ganzjährig.


Daher empfehlen wir einen konsequenten, durchgehenden Zeckenschutz über das gesamte Jahr. Moderne Präparate bieten einen zuverlässigen Schutz und können individuell auf den Hund und seine Lebensumstände abgestimmt werden.


Unsere Empfehlung


Gerade vor dem Hintergrund der zunehmenden Fallzahlen in unserer Region ist Prävention entscheidend. Ein frühzeitiger und konsequenter Schutz kann das Risiko einer Infektion deutlich reduzieren.


Gerne beraten wir euch ausführlich zu den passenden Möglichkeiten der Zeckenprophylaxe und beantworten alle Fragen rund um Babesiose und andere durch Zecken übertragene Erkrankungen.


Wir sind für euch da


Wenn ihr unsicher seid, welches Präparat für euren Hund geeignet ist oder Symptome bemerkt, die euch Sorgen machen, zögert nicht, euch bei uns zu melden.


Für eine individuelle und umfassende Beratung besucht uns gerne in der Praxis !



Bleibt Gesund !

Dr. Julia Topmöller

 
 
 

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